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Fragen & Antworten rund um Sodbrennen, Refluxerkrankung
und andere Erkrankungen von Speiseröhre, Magen oder Zwölffingerdarm
Was ist ein "Barrett-Ösophagus"?

Kürzlich musste ich (42) zur Magenspiegelung und es wurde ein "Short-Barrett-Ösophagus" diagnostiziert. Ich habe eigentlich nicht genau verstanden, was das ist?
Therese M., Augsburg
Wird die Speiseröhre ("Ösophagus") über längere Zeit, z. B. im Rahmen einer chronischen Reflux-Krankheit (=übermäßiger Rückfluss von Mageninhalt und/oder gestörte Selbstreinigungsfunktion der Speiseröhre), durch Magensäure gereizt (führt oft fühlbar zu Sodbrennen), verändert sich die Schleimhaut der Speiseröhre ("intestinale Metaplasie"). Und zwar bekommt sie allmählich, oft über Jahre hinweg, Eigenschaften wie sie die Schleimhaut des Magens hat (die ja die Säure "aushalten" kann).
Diese Veränderung wird nach ihrem Erst-Beschreiber Norman Barrett "Barrett-Ösophagus" genannt. In vielen Fällen reicht diese Veränderung erkennbar viele Zentimeter weit die Speiseröhre - in Richtung Kehlkopf - hoch (diese Barrett-Länge soll die Entsprechung für die Höhe sein, bis zu der Mageninhalt beim chronischen Rückfluss regelmäßig "hochschwappt").
Reicht die Barrett-Veränderung vom Übergang Speiseröhre-Magen aus gemessen nur wenige Zentimeter weit (weniger als 2-3 Zentimeter) sprechen einige Ärzte vom Short-Barrett-Ösophagus oder "short segment barrett". Bis heute ist nicht allgemein geklärt, ob diese endoskopische Entität irgendeine relevante Bedeutung für den weiteren Verlauf eines Barrett-Ösophagus oder dessen Therapie hat.