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Fragen & Antworten rund um Sodbrennen, Refluxerkrankung
und andere Erkrankungen von Speiseröhre, Magen oder Zwölffingerdarm
Hocheffektive Mittel ohne Wirkung - was nun?

Seit 10 Monaten leide ich (44) an starkem Sodbrennen. Bei einer Magenspiegelung wurde jetzt eine leichte Hernie festgestellt, die Speiseröhre war nicht entzündet. Seit drei Monaten nehme ich hochwirksame Protonenpumpeninhibitoren (PPI) in hoher Dosierung. Leider nutzt dies nichts - das schmerzhafte Brennen bis zum Hals ist immer noch da. Seit zwei Monaten ist ein ständiger Husten hinzugekommen, der von keiner Infektion oder Allergie herrührt (bin getestet worden und nicht allergisch). Ich bin ratlos, zumal "die PPIs eigentlich helfen müssten", wie mein Hausarzt meint. Welche Ratschläge können Sie noch geben?
Petra K., Frankfurt/Main
Bei etwa jedem zehnten Patient, der Medikamente aus der Gruppe der Protonenpumpeninhibitoren (PPI) einnimmt, kommt es zu keiner Besserung der Beschwerden.
- Ob Ihr Sodbrennen säurebedingt ist, können Sie einfach selber testen. Z. B. mit einem gut wirksamen Antazidum (=säurebindendes Medikament) wie Maaloxan(R). Ist es säurebedingt, sollte es bereits nach kurzer Einnahme (2-5 Tage) erkennbar besser werden.
Hinweis: Es gibt auch Sodbrennen ohne Säure! - Hernien (=Zwerchfell-Erweiterung an der Durchtrittstelle der Speiseröhre durch den Atemmuskel, auch Zwerchfellbruch genannt) können, müssen aber nicht Ursache bzw. Auslöser einer chronischen Refluxkrankheit sein.
- Husten und andere Beschwerden der Atemwege können durch Reflux von Mageninhalt bis zum Kehlkopf und weiter verursacht bzw. ausgelöst werden. Hinweis: Übrigens auch dann, wenn kaum noch oder gar keine Säure in dem Mageninhalt enthalten ist!
Hinweise: Als erstes sollte jetzt nicht weiter herumprobiert werden ("... die PPI müssten eigentlich helfen ..."). Sondern es sollte eine Untersuchung durchgeführt werden mit dem Ziel einer Diagnose, die die Ursachen Ihrer Beschwerden korrekt benennt. Zum Beispiel: "Chronische Refluxkrankheit infolge gestörter Ösophagusmotilität" usw. Solche medizinischen Dienstleistungen erbringt ein entsprechend qualifizierter, erfahrener Facharzt (Internist, Gastroenterologe).
- Lanas A, Remacha B, Sainz R, Hirschowitz BI
Study of outcome after targeted intervention for peptic ulcer resistant to acid suppression therapy.
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Poor responders to intravenous omeprazole in patients with peptic ulcer bleeding.
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Gastroesophageal reflux disease: natural history and long-term medical and surgical outcomes.
Clin Cornerstone. 2003;5(4):51-7; - Frazzoni M, De Micheli E, Grisendi A, Savarino V
Effective intra-oesophageal acid suppression in patients with gastro-oesophageal reflux disease: lansoprazole vs. pantoprazole.
Aliment Pharmacol Ther. 2003 Jan;17(2):235-41.